Datum: 07.09.2010

AS – Fonds, worauf ist zu achten?



Sich bei der Altersvorsorge nur noch auf die gesetzliche Vorsorge zu verlassen reicht nicht mehr aus, wenn man im Alter nicht erhebliche Abstriche beim Lebensstandard machen will und muss. Lebensversicherungen waren in den vergangenen Jahren immer die beliebteste private Vorsorge der Deutschen. Doch es gibt auch Alternativen zu den Versicherungen, die mehr Rendite in der gleichen Laufzeit versprechen. Ein 10 – jähriges Jubiläum feierten die sogenannten AS – Fonds (Anlage-Sondervermögen), die im April des Jahres 1998 extra für die Altersvorsorge gegründet wurden. Es handelt sich hierbei um Investmentfonds die sich durch eine langfristige und sichere Anlage auszeichnen.

Die unterschiedlichen AS-Fonds können in Aktien, Wertpapiere oder auch Immobilien investieren, allerdings wurden da vom Gesetzgeber Richtwerte erlassen. So behalten einige AS-Fonds viel Kapital zurück, jedoch darf die Cashreserve laut Gesetzgeber nicht mehr als 49 % des gesamten Fondsvermögen betragen. Doch auch bei anderen Investitionsalternativen bestehen Obergrenzen, so dürfen  maximal 30 % in Immobilien oder in Währungen investiert werden. Allerdings müssen laut den gesetzlichen Vorschriften die AS-Fonds mindestens 21 %, aber auch maximal nur 75 % in Aktien anlegen. Somit können sich die unterschiedlichsten Konstellationen herausbilden, die ein AS-Fonds annehmen kann. Dies soll eine breite Risikostreuung erzwingen, und somit ein konstantes Wachstum des Fonds über die Zeit ermöglicht werden.

Der Sinn dieser Fonds ist es nicht innerhalb von kurzer Zeit eine möglichst hohe Rendite zu erzielen, sondern eine konstante Wertsteigerung über einen langen Zeitraum zu schaffen. Diese Wertsteigerung soll mit einem geringen Risiko erzielt werden, damit es nicht zu Verlusten kommt, für die Anleger, die später auf das Geld angewiesen sein werden. Natürlich kommt es, wie bei anderen Investmentfonds auch, während des Anlagezeitraums zu Kursschwankungen des Fonds. Die schwachen Jahre werden von den stärkeren Jahren wieder aufgefangen und es kommt zu keinem Verlust. Außerdem führt die hohe Diversifikation des Fondsvermögen zu geringen Schwankungen des gesamten Fonds. So führt ein schwaches Börsenjahr zu sinkenden Aktienkursen, was sich auch auf den Fonds auswirkt, aber von den Einnahmen aus den Immobilien-, Wertpapier- oder Währungsanteilen aufgefangen wird. Deshalb ist die breite Streuung auch gesetzlich vorgeschrieben.

Ein Vorteil von AS-Fonds gegenüber den Versicherungen ist die tägliche Verfügbarkeit der Anteile. Ein Anleger kann auf eigenen Wunsch seine Fondsanteile wird verkaufen. Jedoch wird dieser Verkauf zu den aktuellen Kursen durchgeführt. Deshalb muss darauf geachtet werden, das nicht  bei einem zu niedrigen Kurs verkauft wird, wenn es schon sein muss. Ist der aktuelle Kurs weit unterhalb des Kaufkurses, kann der Anleger zusätzlich noch Hohe Verluste machen. Dennoch ist die Option des Verkaufes schon ein Vorteil gegenüber den Lebensversicherungen.

Autor: Jörg Bornhöft 
bornhoeft(at)finads.de 


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