Baufinanzierung – Ab in die eigenen vier Wände
Mit dem Kauf beziehungsweise Bau der eigenen vier Wände wird nicht nur das persönliche Wohlbefinden gesteigert, sondern man legt auch einen wichtigen Grundstein zur Sicherung der persönlichen Altersvorsorge. Damit man im Alter uneingeschränkt von den Vorteilen einer Immobilie profitieren kann, bedarf es zuallererst einer sicheren Finanzierung.
Da das Rentenniveau sinkt, gewinnt die private Altersvorsorge für Eigenheimbesitzer enorm an Bedeutung.
Mit öffentlichen Förderprogrammen kann der Anleger schneller ins eigene Heim ziehen; Bund und Länder unterstützen Immobilienfinanzierungen mit einer ganzen Reihe von Fördergeldern. Unabhängig von der Höhe des Einkommens und jeweiligen Familiensituation erhält der Anleger für seine Immobilienfinanzierung ein zinsgünstiges und langfristiges Darlehen der bundeseigenen Förderbank.
30 Prozent der Gesamtkosten, höchstens jedoch 100 000 Euro, werden auf diese Weise durch eine staatliche Förderung finanziert. Somit bilden öffentliche Mittel eine tragende Säule für eine individuelle Immobilienfinanzierung.
Eine optimale Finanzierung, eingestellt auf die individuellen, finanziellen Möglichkeiten, verhilft dem Bauherren, schneller von seinen späteren Altersvorsorge profitieren zu können. Dabei sollten unterschiedliche Angebote der Immobilienfinanzierung zu einer sinnvollen Kombination zusammengefügt werden. Vorzugsweise sollte man sich für einen Finanzierungs- Mix aus rund 20 Prozent Eigenkapital, 20 bis 30 Prozent Bauspardarlehen und 50 bis 60 Prozent Hypothekendarlehen entscheiden, um spätere finanzielle Engpässe zu vermeiden. Die gesamte Bausparsumme setzt sich zusammen aus Bausparguthaben und Bauspardarlehen. Das Bauspardarlehen, das man zu attraktiveren Zinsen als ein Hypothekendarlehen bekommt, gilt als besonders günstiges Darlehen. Der Niedrigzins ist über die gesamte Laufzeit garantiert, ganz gleich, wie sich die Zinsen entwickeln. Nachdem der Bausparer also einen Vertrag abgeschlossen hat, sollte er versuchen, ein Guthaben von 40 bis 50 Prozent der Bausparsumme anzusparen. Nach einer Sparzeit von rund sieben Jahren kann dann die Bausparsumme von der Bausparkasse zugeteilt werden. Somit erhält der Bauherr den ersten wichtigen Grundstein für eine Finanzierung: des Bauspardarlehens. Dabei bleibt die monatliche Belastung von Zins und Tilgung für die Dauer der Rückzahlung gleich. Die Tilgungszeit von Bauspardarlehen variiert je nach gewähltem Bauspartarif und gestaltet sich meist kürzer als bei üblichen Darlehen.
Autor:
R. Jacobi
Hoeschweg 12
12307 Berlin