Datum: 08.02.2012

Consulting Bulgarien



Consultingunternehmen sind im modernen Wirtschaftsleben nicht mehr weg denkbar. Synonym wird das Consulting auch mit Unternehmensberatung und Wirtschaftsberatung übersetzt, wobei die Begriffe zum Teil auch eine leicht unterschiedliche Bedeutung haben. In diesem Beitrag soll deshalb nur vom Consulting gesprochen werden, oder besser gesagt, vom Consulting in Bulgarien.

Consultingfirmen sind entweder unabhängige Unternehmen oder selbstständige Consultants – auch hier gibt es wieder die Wortvariationen Unternehmensberater und Wirtschaftsberater oder auch Betriebsberater. Diese führen über einen in der Regel abgegrenzten Themenbereich in einem vorbestimmten Zeitkorridor Beratungsdienstleistungen durch. Diese können die Identifizierung von Problemen und die Unterstützung bei der Lösung ebendieser Probleme beinhalten. Ziel ist allgemein gesagt die Erhaltung und Steigerung der Leistungsfähigkeit eines Unternehmens.

Beim Consulting in Bulgarien unterscheidet sich die Beratungsleistung von dem oben Aufgeführten erheblich. Denn es steht entweder die Erschließung des bulgarischen Marktes zum Absatz eigener Produkte und Dienstleistungen, oder die Identifizierung von Produkten und Dienstleistungen mit einem Exportpotential nach Deutschland bzw. ein anderes Land außerhalb Bulgariens im Mittelpunkt. Ein nicht ganz so häufiger Einsatzgrund für eine bulgarische Consulting-Firma ist die Ansiedlung von Produktionsstätten in Bulgarien. Diese Aufträge sind dann aber erheblich umfangreicher und umfassen oft weitreichende Eingriffe der beauftragten Consultingfirma in die Betriebsabläufe bzw. eine komplette Übernahme der Geschäftsleitung in der Anfangsphase.

Hauptgründe für den Einsatz von Consultants ist im klassischen Fall der Zugriff auf ein spezielles Know-How, das im eigenen Betrieb nicht vorhanden ist und nicht wirtschaftlich zu erhalten ist. Wenn ein produzierendes Unternehmen etwa alle zehn Jahre seine Produktionsstätte runderneuter, also im großen Rahmen Maschinen einkauft, macht es keinen Sinn, in dieser Zeit den Markt ständig zu beobachten und Trends zu erkennen. Ein spezialisierter Consultant, der sich hierauf spezialisiert und für eine ganz eng umrissene Branche vielleicht sechs Projekte pro Jahr durchführt, ist zwar teuer, aber viel günstiger als der interne Aufbau von entsprechendem Know-How. Dieses Beispiel lässt sich auf Bulgarien logisch übertragen, wobei hier noch kulturelle Faktoren eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen, da sie alleine schon zum scheitern eines Projekts führen könnten.

 

Autor: Dirk Steffes
balkaninvestor(at)google.com


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