Datum: 08.02.2012

Das Reich der Sinne in der Werbung



Der Mensch und damit der Konsument mag zwar ein Augentier sein, aber auch die anderen Sinne entscheiden beim Produktdesign und Public Design über die Bewertung eines Objektes mit. Im theoretischen Diskurs des Produktdesign, der in Folge natürlich auch in der Praxis angewandt wird. Zu den Anzeichenfunktionen werden die haptischen, olfaktorischen und akustischen Reize gezählt. Bei den haptischen Eindrücken werden vor allem die Eindrücke des Begreifens erfasst. Wie fühlt sich das Produkt an, stimmt das Gefühl mit dem ersten visuellen Eindruck überein? Darum gibt es im Produktdesign dazu zahlreiche Testreihen mit Probanden um das bestmögliche Ergebnis rauszuholen. Dabei dreht sich alles um Fühlen, Riechen und Hören.
Besonders im Public Design ist es wichtig, dass all diese Faktoren überein stimmen, denn diese Produkte treffen ja nicht nur auf die Öffentlichkeit, sie werden auch von ihr benutzt und gewertet und wenn das Public Design an zentralen Plätzen oder Verkehrsadern präsent ist, dann umso mehr. Oft sind an diesen Installationen, die sich in Form von Bushaltestellen und ähnlichem präsentieren können, stadtfremde Unternehmen beteiligt, die durch Sponsering finanziellen Beitrag leisten, um die Projekte überhaupt erst verwirklichen zu können und die Unternehmen wiederum präsent werden und über die Jahre hinaus in der Stadtlandschaft präsent bleiben.
Um einen reibungslosen Ablauf garantieren zu können, treffen sich die Verantwortlichen zuerst zu einem Briefing, in dem die Zieldefinition festgelegt wird.
Darauf folgt die Orientierungsphase, wobei im Public Design besonders Fragestellungen nach gesellschaftlicher und technologischer Orientierung im Vordergrund stehen. Um Antworten zu finden, werden unterschiedliche Analysemehtoden herangezogen, so etwa eine Prozessanalyse, eine Systemumgebungsanalyse, eine Mitbewerberbetrachtung und eine Wirkflächendefinition. Diese Analysen sind von äußerster Wichtigkeit, denn erst durch sie kann sich die Sinnhaftigkeit eines Projektes wirklich erschließen und es wird klar ob die Zieldefinition, die beim ersten Briefing festgesetzt wurde, auch umsetzbar ist.
 
Autor: Patrick Berger
p.berger(at)schindler-gitarren.at


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