Erektile Dysfunktion und ihre Ursachen
Gemäss Statistiken ist sind 50% der Europäer zwischen 40 und 70 Jahren von Erektionsstörungen betroffen. Das Phänomen ist in der Fachwelt auch unter dem Namen Erektile Dysfunktion bekannt und bereitet Urologen aus aller Welt schon längere Zeit Kopfzerbrechen. Anfänglich wurden aus Hauptgrund für Potenzprobleme beginnende Depressionen oder Stress diagnostiziert, die Theorie wurde aber kürzlich von Wissenschaftlern untergraben. Neuste Studien zeigen: Für 80% der Erektionsstörungen ist körperliches Versagen verantwortlich.
Die Ursache von Erektionsstörungen kann in unterschiedlichen Teilen des Körpers liegen. Oft wird ein mangelnder Testosterongehalt im Blut festgestellt, was auf eine Fehlfunktion der Schilddrüse zurückzuführen ist. Bei solchen Fällen können Spritzen mit dem männlichen Hormon manchmal gegen die Erektile Dysfunktion Abhilfe schaffen, jedoch ist mit unangenehmen Nebenerscheinungen wie Unwohlsein oder Abgeschlagenheit zu rechnen.
Meistens liegt das Problem aber in der Beckenbodenmuskulatur: Sie kann durch Operationen im kleinen Becken beschädigt oder chronisches Übergewicht, Medikamente oder langfristige körperliche Belastung abgenützt werden, und erfüllt somit ihre Funktion als Kraftgeber des Penis nicht mehr. Dieser ist nämlich zu einem Drittel von den sogenannten Potenzmuskeln umschlossen, welche die männliche Erektion mitunter erzeugen.
Bei Erektionsstörungen liegen diese Muskeln oft lahm, und können somit den Abfluss des Blutes bei einer Erregung nicht mehr genügend blocken. Die Standfestigkeit des Mannes wird so erheblich beeinträchtigt, ein Samenerguss ist oft nicht mehr möglich. Dies wirkt sich negativ auf die Gefühlswelt aus - Betroffene haben ein schwindendes Selbstvertrauen, sind schnell gereizt und suchen manchmal den Grund für die mangelhaften erektilen Fähigkeiten bei der Partnerin.
Die gute Nachricht ist: Erektile Dysfunktion kann dank neusten Studien durch die Stärkung der Beckenbodenmuskulatur bekämpft werden. Ein regelmässiges Training erlaubt es, den Genitalbereich wieder besser zu durchbluten und mit Sauerstoff zu versorgen, was sich nachhaltig auf das Stehvermögen des Penis auswirkt. Somit kann mit eigener Kraft und etwas Durchhaltewillen eine Situation geschaffen werden, die es erlaubt – unabhängig von Medikamenten – spontan Sex zu haben dann, wenn man will.
Autor:
Kathrin Grieder