Risiken bei einem Fremdwährungskredit
Immer häufiger werden für die Baufinanzierung auch Fremdwährungskredite angeboten oder in Anspruch genommen. Ein Fremdwährungskredit ist, wie es der Name schon aussagt, ein Darlehen in einer anderen Währung als der eigenen. Wenn die Kurse günstig stehen, kann man durchaus eine Schuldverminderung am Ende dabei erzielen. Sind die Wechselkurse am Ende der Laufzeit jedoch gestiegen, können sich die Schulden auch vermehren. Ursprünglich wurde diese Finanzierungsform von Unternehmen genutzt, aber auch immer mehr Privatpersonen entscheiden sich für einen Fremdwährungskredit. Wer sich für einen solchen Kredit entscheidet sollte sich auf dem Geldmarkt gut auskennen, denn nur dann ist der Kreditnehmer in der Lage, Wechselkursveränderungen zu beobachten und die Bedingungen im „Kreditland“ abzuwägen.
In der Regel ist der Fremdwährungskredit endfällig. Dies bedeutet, dass während der Laufzeit lediglich die Zinsen bezahlt werden, das Darlehen selbst aber am Ende auf einmal zurückgezahlt werden muss. Als Hilfe wird ein Kreditplan erstellt und abgeschlossen, wo bestimmte Beträge angespart werden, welche zum Schluss das Darlehen auslösen. Wertpapiere sind eine beliebte Form, da hier Gewinne erzielt und erwartet werden und dies die eigenen Kosten erheblich senken kann. Manche Banken im Ausland verlangen die zusätzliche Eröffnung eines Kontos. Dies verursacht Zusatzkosten, wie zum Beispiel Kontoführungsgebühren.
Das Hauptrisiko bei einem Fremdwährungskredit ist, dass die Wechselkurse steigen und der Kurs des Landes, in dem die Finanzierung abgeschlossen wurde, höher steht als zum Beispiel der Euro. Da der Kredit in der Fremdwährung zurückgezahlt werden muss, kann dies teurer sein. Weitere Kosten entstehen bei der heimischen Bank. Da diese an solchen Krediten so gut wie nicht verdient, verlangen sie eine Art Sicherheitsgebühr.
Autor:
Torsten Maue
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