Geschlossene Fonds
Geschlossene Fonds
Geschlossene Fonds investieren in der Regel in Dinge, die im Gebrauch der Wirtschaft Gewinne abwerfen können, aber groß genug sind, dass sich viele Anteilseigner daran beteiligen sollten. Üblicherweise sind das Immobilien – hier investiert man in so genannte geschlossene Immobilienfonds. Es können aber auch Schiffsfonds oder Fonds sein, die in die Produktion regenerativer Energien investieren. Diese haben Windkraft- oder Biogasanlagen als Investitionsziel (so genannte „alternative Anlagen“). Es gibt aber auch geschlossene Fonds, die in Filme oder Zweitmarkt- Kapitallebensversicherungen ihr Geld investieren.
Allgemein spricht man auch vom „grauen“ Kapitalmarkt, weil es so gut wie keine staatliche Kontrolle oder Bestimmungen für diese Art von Fondsgesellschaften gibt. Einzig für die ausgegebenen Emissionsprospekte gibt es Auflagen, deren Nichtachtung Strafen nach sich ziehen kann. Dabei wird aber nicht das Angebot an sich geprüft, sondern nur die Angabe aller gesetzlich vorgeschriebenen Daten im Verkaufsprospekt.
Geschlossene Fonds haben ihren Namen daher, weil ihre Anteile nur eine bestimmte Zeit zum Verkauf stehen. Wenn nach diesem Platzierungszeitraum die angestrebte Eigenkapitalmenge erreicht ist, wird der Fonds geschlossen. Das eingebrachte Kapital wird dann zur Deckung der Emissionskosten und zur Anschaffung der im Prospekt bezeichneten Anlagegüter verwendet. Dabei wird oft noch – in der Regel durch Kredite – Fremdkapital verwendet. Dieses kann noch einmal zwischen einem Drittel und drei Vierteln der Summe für die Anlagegüter betragen.
Als Anleger für geschlossene Immobilienfonds oder andere Fonds ist man meistens Kommanditist einer GmbH & Co. KG. Der Anleger kauft einen festen Anteil, dieser ist als langfristige Anlage ausgelegt. Die Anlagedauer hängt dabei von der Nutzbarkeit des Investitionsgutes bzw. seiner wirtschaftlichen Lebensdauer ab. Diese kann – ob es sich nun um ein Schiff, ein Windrad oder ein Einkaufszentrum handelt – verschieden lang konzipiert sein. Auszugehen ist meist von einem Zeitraum zwischen 10 und 25 Jahren.
Es liegt in der Natur geschlossenen Fonds, dass man als Anleger seine Beteiligung bis zum Ende der Fondslaufzeit hält. Denn das Ziel dieser Art von Investition ist es, dass jährliche Ausschüttungen erwirtschaftet werden. Diese zusammengerechnet sollen dann höher sein als der investierte Anteilsbetrag. Mittlerweile gibt es aber auch einen Zweitmarkt für Anteile an geschlossenen Fonds.
Autor:
Daniel Franke
info@geschlossener-fonds.net