Datum: 08.02.2012

Ursprüngliche Herkunft von Klangschalen



Ursprünglich stammen die Klangschalen aus Tibet, Nepal, China und Japan sowie Indien. Während die Schalen für die Klangmassage heute in Tibet kaum noch zu finden sind, erstreckt sich das Verbreitungsgebiet der tibetischen Klangschalen über den gesamten indischen Himalaja einschließlich Nepal.

 

Nach der Eroberung Tibets durch die Chinesen, im Jahre 1959, wurden viele Tempel in Tibet zerstört und alles was auch nur annähernd wertvoll war, geraubt. Viele tausend Tibeter flohen zu der Zeit in das benachbarte Indien und Nepal und konnte so ihre Besitztümer teilweise über die Grenze retten. Unter den Besitztümern befanden sich auch so einige Klangschalen. Der wohl wirkliche Ursprungsort der Schalen für eine Klangschalenmassage wird in Bengalen vermutet. Vor ungefähr 2500 Jahren lebte hier der Buddha Shakyamuni, der immer wieder mit einer Schale dargestellt wird. Der Buddhismus gelangte erst wesentlich später, ungefähr im 8. Jahrhundert n. Chr., nach Tibet und entwickelte sich hier zum tantrischen Buddhismus. Dieser beinhaltet eine Vielzahl von Ritualen und geheimen Techniken des Vajrayana, die besonders kraftvoll und schnell wirken. Allerdings wird über den Gebrauch der Klangmassage in der tantrischen Vorgehensweise nur sehr wenig berichtet und leider sind nach der Besetzung Tibets sehr viele Teile des alten Wissens vernichtet worden.

 

Vermutlich wurden die Lehren und der Gebrauch aber auch absichtlich geheim gehalten. Die Beganlischen Klangschalen zeichnen sich besonders durch ihre bauchige Form und teilweise beachtliche Große aus. Die größten Exemplare wiegen gut und gerne bis zu zehn Kilo. Heute findet man allerdings kaum noch alte Klangschalen, die bei einer Klangschalenmassage zum Einsatz kommen. In der Regel sind es heute kostengünstiger hergestellte Schalen, die aus einer Messinglegierung bestehen.

 

 

Autor Elke Lohre

Elke.lohre@onmeco.de


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