Datum: 31.07.2010

Immobilienmarkt Kanarische Inseln Lanzarote



Lohnt sich der Einstieg immer noch?

Aller Unkenrufe zum Trotz ist das Real-Estate Marktsegment auf den Kanarischen Inseln immer noch im enormen Wachstum begriffen. Was die Zukunft bringt weiß allerdings niemand so genau.

Einerseits - und das soll nicht nur eine weitere Negativeinschätzung sein - soll von Seiten des Gesetzgebers her zum Beispiel auf Lanzarote durch die geplante Moratoriumsverlängerung, und gestützt durch den nicht zu unterschätzenden Einfluss der Umweltbehörde zumindest auf Lanzarote, ein weiteres "zubetonieren" verhindert werden. Andererseits hat gerade diese seit ca. 10 Jahren praktizierte Regulierung der touristischen Neubauten durch die Regierung genau das Gegenteil bewirkt. Klar, wenn nur noch 30.000 Betten genehmigungsfähig sind, dann will da natürlich jeder der irgendwie kann noch dabei sein.

Kurz und gut: gerade auf Lanzarote wurden innerhalb kürzester Zeit ganze Küstenstreifen im Süden einer Metamorphose unterzogen die fast mit Cancun vergleichbar ist. Gemeint ist der Hotel- und Trabantenstadt Playa Blanca: So viel wie möglich in so kurzer Zeit wie möglich, so günstig wie möglich bauen und so teuer wie möglich verkaufen. Da freut sich das Herz des Immobilienmaklers, und dasjenige des privaten Anlegers fängt beim Blick auf seinen Kontoauszug an zu weinen ob der Tatsache nicht schon vor Jahren investiert zu haben. Das bauliche Moratorium auf Lanzarote hat tatsächlich eines bewirkt: eine stramm gefüllte Immobilienblase. Die Immobilien auf Lanzarote - Insel des Weltkulturerbes - werden weit über Wert gehandelt. Man kann hier z.B. Einfamilienhäuser kaufen für - sagen wir mal - 400.000 €, ohne Heizung, ohne Keller, ohne Wärmeschutz etc... Eine Bauweise wie in Mitteleuropa üblicherweise Garagen gebaut werden - abgesehen von den luxuriösen Oberflächenmaterialien, aber das versteht sich von selbst. Ein vergleichbares Gebäude kostet in Deutschland gerade mal die Hälfte.

Trotzdem ist zumindest momentan kein Ende des Wachstums in Sicht. Der Satz: "hätte man das vor fünf Jahren gewusst" hat seit 30 Jahren nichts von seiner Wahrhaftigkeit eingebüsst - bis heute nicht. So sehe ich denn für die Anlagemöglichkeit Ferienhaus auf Lanzarote mit der Möglichkeit der Eigennutzung und touristischen Vermietung weiterhin sehr gute Zeiten. Zum Beispiel im beliebten FKK Badeort Charco del Palo, oder in der im besagten Playa Blanca liegenden Anlage Marina Rubicon, sowie in der Marina Puerto Calero, einer der luxuriösesten die es überhaupt gibt, mit seinen hervorragenden Möglichkeiten des Yachtcharters.

Vielleicht wird es irgendwann mal eine vorübergehende Stagnation geben, ähnlich wie in Australien schon gesehen, dennoch bieten die Kanarischen Inseln für Europa eine einmalige geographische und klimatische Situation. Zumindest im Winterhalbjahr sehe ich keine ernsthafte Alternative. Nichts steht also einem Lastminute-Aufenthalt auf Lanzarote noch im Wege.

 

Autor:

Atelier3000, Architekturbüro auf Lanzarote

Alexander Ott (Dipl.-Ing.)

Villa Nueva 19, E-35543 Mala de Lanzarote, Tel.: +34 928 529574

A.Ott(at)sail-3d.com

 


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