Wie hoch sind die Kosten einer Fondspolice
Fondspolicen sind vor allem bei jüngeren Menschen beliebte Sparformen zur Altersvorsorge. Es gibt sie in Form von gemischten fondsgebundenen Lebensversicherungen bzw. aufgeschobenen privaten Rentenversicherungen. Gespart wird in Investmentfonds, drum herum wird ein Versicherungsmantel gelegt.
Die Versicherungsprämie teilt sich auf in Kosten und Sparanteil. Die Höhe des Sparanteils ist die Differenz aus Prämie und Kostenblock. Dieser Kostenblock ist von Versicherer zu Versicherer unterschiedlich.
Auf der Fondsebene drückt die TER (Total Expense Ratio) zurzeit am Besten die Höhe der Kosten auf der Fondsebene aus und werden von den Fondsgesellschaften, soweit sie dem BVI angeschlossen sind, ausgewiesen.
Die TER (Gesamtkostenquote) beinhaltet unter anderem Verwaltungskosten, Kosten des Managements, der Rechtsberatung, Honorare für Wirtschaftsprüfer. Nicht ausgewiesen werden Ausgabeaufschläge, Managementgebühren und Erfolgsprämien.
Was bleibt denn nun beim Versicherungsnehmer? Dies wird in der Partizipationsquote (PQ) ausgedrückt. Sie gibt Aufschluss darüber, welcher Anteil der im Fonds erwirtschafteten Erträge nach Abzug von Fonds- und Versicherungskosten beim Sparer landen.
Eine Analyse des Instituts für Aktuarwissenschaften gibt Auskunft. Es wurden von ausgewählten Versicherern fondsgebundene Rentenversicherungen untersucht. Als Investment wurden jeweils die günstigsten und teuersten Investmentfonds angehängt. Das Ergebnis war ernüchternd:
1. der günstigste Versicherer mit einem Investment in verschiedene Fonds hatte mit seinem günstigsten Fonds eine PQ von 78,08%, beim dem teuersten Fonds blieben 57,80% beim Sparer.
2. der teuerste Versicherer hatte eine PQ von maximal 31,71% und minimal von 27,73%. Dies waren allerdings gemanagte Fonds.
Unabhängige Berater könne gezielt Unterstützung bei der Auswahl geeigneter Versicherer geben. Entscheidend ist die Frage: Wem traue ich zu, dass er nach Abzug der Kosten die beste Rendite hat. Dafür müssen die Kosten allerdings bekannt sein.
Autor:
Nils Franke