Datum: 08.02.2012

Lesen aus der Hand



Die Tradition des Wahrsagen reicht sehr weit zurück und bietet mehrere Möglichkeiten der Ausübung an. Neben dem Kartenlegen wird häufig auch das Lesen aus der Hand als Mittel der Weissagung zu Rate gezogen.

 

Man unterscheidet beim Handlesen drei unterschiedliche Methoden, die auch völlig unterschiedliche Ziele verfolgen, wobei sich die erste damit auseinandersetzt, wie Hände und Finger geformt sind. Das ist die Chirognomie – die Handformenkunde, die sich auch mit der Gestik der Hand beschäftigt. Die Chirologie wird zum Beispiel von Heilpraktikern angewendet, die die Linien und Stellungen und Biegungen der Finger therapeutisch beschreiben können und damit auf den Charakter des Patienten schließen. Die Chiromantie hingegen ist die eigentliche Kunst, aus der Hand die Zukunft zu lesen. Allen gemein ist allerdings die Vorstellung, dass die Hände, wie auch das Gesicht, besonders individuell geprägt sind und sich daraus Charakterzüge erkennen lassen.

 

In der Chiromantie wird zuerst die Außenseite der Hand betrachtet, dessen Deutung unter Experten als sehr schwierig bezeichnet wird. Sogar als schwieriger als das Lesen der Handlinien. Die Form der Außenhand entspricht hier angeblich dem Temperament und der Konstitution eines Menschen. Die wohl bekannteste und auch dem Laien vertraute Linie der Hand ist die Lebenslinie. Entgegen der unter den Laien verbreiteten Meinung, zeigt die Länge dieser Linie allerdings nicht an, wie lange man lebt. Vielmehr soll man an ihrer Form und Länge erkennen können, ob ein Mensch beispielsweise kreativ oder dynamisch oder nervös ist. Die Lebenslinie ist eine der vier Hauptlinien, die die Zukunft und Persönlichkeit anzeigen. Die anderen sind die Intelligenzlinie, die Schicksalslinie und die Herzlinie. Neben diesen gibt es noch weitere Linien, die Sekundärlinien. Anhand dieser Linien soll das Wahrsagen möglich sein.

Autor:

Elke Lohre

Elke.lohre@onmeco.de


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