Datum: 08.02.2012

Milch fördert den Knochenabbau - Osteoporose?!



Eine erschreckende Schlagzeile – wird uns doch seit der Kindheit immer erzählt, dass Milch soviel Kalzium enthält und gut sei gegen Maroditis?! (Ein selten dummer Spruch, der eigentlich die Osteoporose auf die Schippe nimmt)

Was ist dran oder drin in der Milch und warum ist die Diskussion so kontrovers?

Der Hauptbestandteil der Milch ist Wasser, danach kommen die Kohlenhydrate, das Milchfett, Eiweiße und Spurenelemente.

Je nach Lebewesen sind die Prozentualen Zusammensetzungen natürlich unterschiedlich, da auch unterschiedliche Bedarfe bestehen.

 

Gegenüberstellung der Kuhmilch und der Muttermilch

 

Inhaltsstoffe Wasser     Kohlenhydrate  Milchfett Eiweiß    Spurenelemente

 Mensch 87,2 %     7,0 %  4,0 %  1,5 %    0,3 %

 Kuh   87,5 %     4,8 %  3,5-4,2 % 3,5 %    0,7 %

 

Quelle: Wikipedia

Die häufigsten Proteine sind die Caseine und das häufigste Kohlehydrat ist die Lactose.

Der Kalziumanteil der Milch liegt bei 120 mg / 100g Vollmilch.

Im Vergleich hierzu mal einige andere Lebensmittel: in mg / 100g

Parmesan 1300 mg

Emmentaler 1020 mg

Gouda 820 mg

Butterkäse 700 mg

Joghurt 115 mg

Molke 70 mg

Grünkohl 210 mg

Brokkoli 105 mg

Lauch 85 mg

Johannisbeeren 200 mg

Brombeeren 45 mg

Orange 40 mg

Residenzquelle 56,7 mg (567 mg /l)

Rosbacher 2:1 22,4mg (224 mg/l)

San Pellegrino 20,3 mg (203 mg/l)

 

(Quelle: "Körperintelligenz" von Dr. Marianne Koch, dtv 2003)

 

Wie man sieht, es gibt genug Alternativen, um den Kalziumbedarf von 600mg – 1200 mg / Tag zu decken.

 

Was bedeutet das jetzt konkret?

Kalzium wird für den Knochenaufbau benötigt. Eine Minderversorgung führt irgendwann zwangsläufig zu einer Osteoporose.

Die Nurses Health Studie konnte u.a. zeigen, dass der Milchkonsum keinen Einfluss auf die Osteoporose Rate hat.

Seltsamerweise zeigt sich auch, dass der Knochenabbau in Ländern mit wenig Milchverzehr wie Afrika oder Asien viel seltener ist als in Europa oder USA.

Es gibt Hinweise, dass die Eiweiße der Milch das Blut übersäuern und somit einer Kalziumaufnahme entgegenwirken. Im Grunde gehen diese Befunde Hand in Hand mit der Erkenntnis, dass eine Blutübersäuerung bei Vegetariern auch viel seltener vorkommt als bei ausgeprägten Fleischessern. Zusätzlich ist aber auch Vitamin D3 für die Kalziumaufnahme sehr wichtig und das wird durch Sonnenlicht vermehrt produziert. Das Calcitrol (Vitamin D3) ist für die Aufnahme des Kalziums aus dem Darm und die Einlagerung in die Kochenmatrix äußerst wichtig. Eine Unterversorgung von Calcitrol kann auch Rachitis bedingen – und so bedingt eins das andere…..

 

Milch oder nicht Milch?

Geht man die Frage einmal anders an und fragt sich, was machen denn andere Säugetiere? Gibt es irgendwo auf diesem Planeten Lebewesen, die nach der Säuglingszeit noch regelmäßig Milch zu sich nehmen?

Mir fällt da keines ein…..

Laut Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel sollen aber die Vorteile der Milch die Nachteile überwiegen, allerdings wird das nicht durch Studien untermauert…

Die Nachteile eines regelmäßigen Milchkonsums hingegen, wie z.B. ein höheres Prostata Krebsrisiko bei Männern u.a. wurden in einer Studie ("Prospective Studies of Dairy Product and Calcium Intakes and Prostata Risk Cancer"), die im Dezember 2005 im "Journal of the National Cancer Institute" erschien, belegt.

 

Aus dieser Sicht betrachtet ist der Mythos der ausnahmslos gesunden Milch dahin. Immer mehr Menschen haben eine Lactose Intolleranz und vertragen keine Milch. Die Anderen sollten sich bloß nicht einseitig auf Milch verlassen.

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Ein Beitrag zum Thema "ganzheitliche Gesundheit & Wellness"

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Autor:

BeonIT GmbH & Co. KG 

Dr. Andreas von der Eltz 

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