Datum: 04.02.2012

Lösungen für wachsenden Speicherplatzbedarf und eine sinnvolle Backupstrategie mit NAS-Geräten

 

Viele Unternehmen schieben EDv-Investitionen gerne auf die lange Bank. Sie arbeiten mit Ihren Systemen bis an die Grenze der Leistungsfähigkeit. Bei überalterten EDV-Anlagen riskieren Sie so einen Totalausfall, der dem Unternehmen einen enormen Schaden zufügen kann. Stellt sich dann noch im nachhinein heraus, dass keine oder eine falsche Datensicherungsstrategie verfolgt wurde, kann höchstens noch ein Datenrettungsunternehmen helfen.

 

Ich möchte hier eine einfache und preiswerte Möglichkeit vorstellen, in einem Netzwerk zusätzlichen Speicherplatz zur Verfügung zu stellen: statt einen vorhandenen PC mit zusätzlichem Festplatten auszustatten empfehle ich, vor allem bei "gewachsenen Netzwerken", den Einsatz von sogenannten NAS-Geräten. NAS bedeutete "Network Attached Storage Device" was ungefähr "An das Netzwerk angebundene Speichermedium" heisst.

 

Diese NAS-Geräte gibt es in mehreren Ausführungen, nämlich mit oder ohne eingebauter Festplatte.

 

Geräte ohne Festplatte

Diese werden in ein vorhandenes Netzwerk per Anschluss an eine freie  Ethernet-Dose eingefügt und können fernab von allen anderen Geräten stehen. Über einen Browser kann eine IP-Adresse und ein Name vergeben werden. Danach ist das Geät unter diesem Namen/IP verfügbar. Auf einem evt. vorh. Server kann eine Netzwerkverbindung mit dem NAS hergestellt und allen Usern im Netzwerk freigegeben werden.

 

An dieses NAS wird eine externe Festplatte beliebiger Größe per USB angeschlossen, die ohne weitere Arbeiten dann zur Verfügung steht. Die externe Festplatte kann leicht vom NAS getrennt und ausser Haus gebracht werden, was Grundsatz jeder Backupstrategie sein muss!

 

 

 

NAS-Gerät ohne Festplatte

Geräte mit Festplatte

 

Die Geräte mit Festplatte unterscheiden sich nur dadruch, daß in einem Gehäuse sowohl das NAS als auch die Festplatten sitzten. Es gibt auch Ausführungen mit mehreren Festplatten in einem Gehäuse, die in einem RAID-Vebund gespiegelt werden so dass eine hohe Ausfallsicherheit besteht.

 

Welches Gerät wofür?

Durch die geringen Preise für externe Festplatten bieten Sie NAS-Geräte als Ersatz für kostspielige Bandlaufwerke und Bänder an, um die Unternehmenssicherung durchzuführen. Dazu werden mindestens zwei externe Festplatten benötigt, von denen eine immer außer Haus gebracht wird. Denkbar ist z.B. ein Austausch der Festplatten je Woche, so daß Sie maximal 5 Werktage Arbeit verlieren falls Ihre Festplatte gestohlen oder beschädigt wird. Durch eine erhöhung der Anzahl verringern Sie auf einfache Weise den theoretischen Datenverlust bei Brand/Diebstahl o.ä. Durch eine NTFS-Formatierung können die Daten auf der Festplatte vor fremden Zugriff geschützt werden.

 

Die Geräte mit Festplatte eignen sich nicht zum Backup, da der Austausch der Festplatte aufwendig ist. Diese können ständig wachsenden Speicherplatzbedarf befriedigen und bieten durch Konzepte gegen Ausfälle (RAID) eine hohe Ausfallsicherheit.

 

NAS mit 2 Festplatten im RAID-Verbund

Autor: M. Plank


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