Die Naturkosmetik entwächst den Bioläden
Früher war es so, dass man Naturkosmetik Produkte nur in Bioläden finden konnte. Heutzutage findet man diese Produkte in fast allen herkömmlichen Supermarktketten. Einer der Hauptgründe für dieses Ereignis sind die neueren, moderneren und ansprechenderen Naturkosmetik Verpackungen. Das Auge kauft mit, wie man so schön sagt. Nur die richtig großen Handelsketten haben noch nicht auf die Naturkosmetik Produkte umgesattelt. Der große Umsatz der Branche aus den letzten Jahren, lässt jedoch auch hier Hoffnung aufkommen. Hoffnung vor allem, auf Kosmetik ohne schädliche Inhaltsstoffe und bedenkliche Zusatzstoffe.
Doch Industriekosmetik unterscheidet sich nicht nur in Form, Farbe und Funktion von herkömmlicher Naturkosmetik. Wenn man bei Naturkosmetik überhaupt von herkömmlich sprechen kann. Selbstverständlich kommt man auch bei der Naturkosmetik nicht ganz ohne chemische Behandlung der vielen verschiedenen Inhaltsstoffe aus. Um die Inhaltsstoffe haltbar zu machen müssen sie natürlich auch chemisch behandelt werden. Es ist also nicht ganz richtig zu behaupten, dass in Naturkosmetik keine Chemie stecke. Und hier liegt auch einer der größten Unterschiede, bei Naturkosmetik Herstellern. Die einen verwenden so wenig pflanzliche Inhaltsstoffe wie möglich, gerade genug um noch als Naturkosmetik Produzent zu gelten. Die anderen hingegen versuchen mit Hilfe von natürlichen Konservierungsmitteln ihre Produkte haltbar zu machen. Immer mehr Firmen drängen auf den Markt mit immer mehr Versprechungen und immer anderen pflanzlichen Inhaltsstoffen. Doch nicht alle Inhaltsstoffe sind so harmlos für die Gesundheit, wie man uns glauben machen möchte. Viele der pflanzlichen Inhaltsstoffe Mainz genauso Allergien auslösen, wie die Zusatzstoffe in Industriekosmetik. Schließlich besteht Industriekosmetik auch nur aus behandelten Pflanzenstoffen aus der Natur. Trotzdem haben diese Pflanzenstoffe nicht mehr viel mit ihrem ursprünglichen Ursprung gemein. Geklont, bestrahlt oder chemisch modifiziert haben sie keine Ähnlichkeit mehr mit ihren Verwandten aus der Natur. Doch worauf sollte man speziell als Verbraucher beim Einkauf im Geschäft achten.
Zunächst einmal auf das Gütesiegel mit dem die Kosmetik ausgezeichnet wurde. Als nächstes sollte man natürlich die Inhaltsstoffeliste einer genaueren Begutachtung unterziehen. Leider sind die Begriffe auf den Verpackungen für den Laien auch nur schwer zu identifizieren, da sie häufig nur aus Nummern und chemischen Abkürzungen bestehen. Da hilft nur eines: informieren, am besten über das Internet, dort erhält man die besten Informationen. Heutzutage findet man im Internet große Datenbanken, in denen fast alle Zusatzstoffe aufgelistet sind. Wenn man sich trotzdem einmal unsicher ist, hilft nur der Anruf direkt beim Hersteller. Wer häufiger unter Allergien leidet, sollte besser vorher seinen Dermatologen befragen. Durch ein neues Gesetz, das im Jahre 2006 in Kraft trat, wurden auch aus Naturkosmetik einige Inhaltsstoffe, die allergisierend wirkten, verbannt. Glücklicherweise ist man heute schon so weit, dass alle Inhaltsstoffe in Kosmetikprodukten anhand der INCI Liste ausgewiesen werden müssen.
Autor:
Jasmin Kurtek
Jasmin(at)bio-frischekosmetik.de