Schiffsfonds
Schiffsfonds gehören seit dem Jahr 2000 zu den an meisten nachgefragten geschlossenen Fonds. Im Jahr 2007 war der höchste Stand der letzten Jahre erreicht worden. Auch für die Zukunft ist von diesem Trend nicht abzusehen, da der Transport von Waren per Schiff boomt und die hohe Nachfrage nach Schiffen konstant bleiben wird, um in Zukunft alle Waren transportieren zu können.
Schiffsfonds sind hinter den Immobilienfonds das zweitstärkste Segment im Bereich der geschlossenen Fonds.
Eine Investition in ein Schiff ist, wie schon erwähnt, ein geschlossenes Investment und wird über Investmentfonds abgewickelt. Wichtig ist hierbei zu erwähnen, dass der Anleger durch den Kauf Anteile vom Kapital der Fondsgesellschaft erwirbt. Dadurch muss er die Chancen und Risiken tragen, die diese Investition mit sich bringt.
Zu den Chancen eines Schiffsfonds gehören die günstige Besteuerung der Gewinne. Die erwirtschafteten Erträge fallen unter die sogenannte Tonnagesteuer, bei der die Größe des Schiffs als Grundlage zur Gewinnermittlung genutzt wird, dadurch ist die anfallende Steuerlast sehr gering. Einziger Nachteil dieser Steuer ist, dass sie dann abzuführen ist, wenn in einem Geschäftsjahr mal kein Gewinn erwirtschaftet wurde. Die Laufzeiten einer Investition in ein Schiff betragen 10 bis 25 Jahre. Dieser Fakt ist weder als Chance, noch als Risiko zu bewerten.
Hingegen muss als Risiko genannt werden, dass das eingesetzte Kapital durchaus verloren gehen kann. Des weiteren gibt es bei Schiffsfonds keine regelmäßigen Ausschüttungen. Der vorzeitige Verkauf der Anteile ist auch noch nicht garantiert, da sich der Zweitmarkt für Schiffsfonds bisher noch im Aufbau befindet.
Somit ist dieser Fonds nicht für Anleger geeignet, der auf regelmäßige Ausschüttungen angewiesen ist und sein Geld nicht verlieren darf. Es ist also von entscheidender Bedeutung, vor der Beteiligung an einem Schiffsfonds eine gründliche Fondsberatung durchzuführen. Eine Beratung kann zeigen, ob man für diesen Anlagentyp der passende Anleger ist oder nicht.
Autor: Stefan Bornhöft
bornhoeft(at)finads.de