Datum: 08.02.2012

SPAMfighter - kostenloser Schutz vor Spam-Mails



 Name

SPAMfighter

 Betriebssystem

98, ME, 2000, XP (32 bit) oder Windows Vista (32 bit)

 CPU

 ab 300 Mhz 

 Speicher

 ab 64 MB 

 Festplattenplatz

 10 MB 

 Unterstützte
 Programme

 Outlook 2000/2002 (XP)/2003 oder Outlook Express 5.5 oder neuere Versionen und Windows Mail

 Hersteller

 SPAMfighter

 Kurzbeschreibung

 Kostenlose Software für Privatanwender, die SPAM-Mails erkennt und aus dem Posteingang entfernt.

 Spezial-Funktionen

 Firmenlösungen u.a. für Exchange-Server verfügbar

 Download

Früher oder später erwischt es fast jeden, der eine Email-Adresse hat: im Posteingang sammeln sich erst einige, dann immer mehr Werbe-Mails (=Spam-Mails) an. Der Autor dieser Zeilen erhält zur Zeit ca. 170 Spam-Mails pro Tag und läßt sich davon trotzdem nicht aus der Ruhe bringen. Warum, das erfahren Sie in diesem Artikel.

 

Spam-Mails sind die Geißel der modernen Welt, Sie kommen für die meisten völlig unerwartet und werden von Tag zu Tag mehr. Um das Problem in den Griff zu bekommen sollte man sich erst einmal die "Gegenseite" anschauen, also diejenigen, die Spam-Mails verschicken. Diese werden Spammer genannt. Die erste Frage lautet sicherlich: wieso machen die das? Die Antwort ist einfach, es wird Werbung für eine Website gemacht auf der ein Produkt verkauft wird und der Verkauf soll erhöht werden. Wie hoch ist der technische Aufwand um Spam-Mails zu versenden? Leider erschreckend gering. Im Internet kursieren Adressenlisten mit 8 Millionen Einträge für 49 US-Dollar und die passende Software um 8 Millionen Emails innerhalb eines Tages zu versenden gibt es gleich dazu. WIe sieht die rechtliche Seite aus? Spammen wird inzwischen nicht mehr als Kavaliersdelikt betrachtet. In den USA wurde bereits in einigen Fällen hohe Strafen verhängt. In der BRD ist das unerlaubte Versenden einer Werbemail durch einen Unternehmer schon lange verboten, wenn der Empfänger dazu nicht ausdrücklich seine Bereitschaft geäußert hat. Deshalb kommen die meisten Spam-mails auch in englischer Sprache bei uns an.

 

Besonders perfide wird es dann, wenn Spam-Mails mit der eigenen Email-Adresse versendet werden, denn einige Kunden glaube sicherlich SIE hätten dies gemacht. Hier hilft nur eine Rundmail an die eigenen Kunden und ein Hinweis auf der eigenen Website, um den Sachverhalt zu erläutern. Rechtlich können Sie gar nichts machen, denn die Spammer entziehen sich dem deutschen Recht meist sehr geschickt und der Aufwand zur Verfolgung übersteigt den Schaden dann doch sehr.

 

Was können Sie konkret tun um sich Spam-Mails zu schützen?

Ganz einfach, Ihre Email-Adresse darf nicht auf einer der gehandelten Listen auftauchen, so daß Sie quasi unbekannt sind. Konkret gibts dazu folgende Ratschläge:

 

Keine Standard-Mail-Adressen einrichten

Wenn Sie eine eigene Website haben, etwas mit dem Namen www.domain.de, dann sollten Sie folgende Email-Adressen NICHT verwenden, weil diese automatisch von den Spammern als vorhanden vorausgesetzt werden:

Verwenden Sie stattdessen lieber eine Emailadresse wie

  • mailto@domain.de
  • mail_an@domain.de
  • d.mueller@domain.de

 

Machen Sie aus Ihrer Email-Adresse ein Geheimnis

Das Internet wird auf der Suche nach Email-Adressen jeden Tag von Spam-Robotern abgesucht. Wird eine neue Email-Adresse gefunden, dann landet diese auf der langen Liste der 8 Millionen oder mehr Email-Adressen und wird zukünftig auch mit Werbemails "beglückt". Sorgen Sie dafür, dass Ihre Mailadresse nirgendwo in Klarschrift auftaucht:

Auf Ihrer eigenen Website schreiben Sie statt mail_andomain.de entweder:

  • mail_an(at)domain.de oder m a i l _ a n ( a t ) d o m a  i n . d e
  • Sie zeigen Ihre Mailadresse als Bild
  • Sie verwenden Javascript um Ihre Mailadresse zu maskieren:
  • <script language=javascript>
    <!--
    var username = "mail_an";
    var hostname = "domain.de";
    var linktext = username + "@" + hostname;
    document.write("<a href=" + "mail" + "to:" + username +
    "@" + hostname + ">" + linktext + "</a>")
    //-->
    </script>

erzeugt bei Klick die richtige Mailadresse.

  • Hinterlassen Sie Ihre Mailadresse nirgendwo im Internet, z.B. in Foren oder Gästebüchern.
  • Bitten Sie Geschäftspartner und Freunde, die Ihre Emailadresse gespeichert haben, den PC mit einer Antivirensoftware zu schützen, damit die Email-Adressen nicht ausspioniert werden können.
  • Nehmen Sie an keinen Online-Spielen teil, diese dienen nur dazu an Ihre Mailadresse zu kommen.
  • Wenn Sie einmal Ihre Mailadresse angeben müssen dann greifen Sie auf einen Dienst wie TrashMail zurück. Dort können Sie eine kurzfristige Mailadresse anlegen, die nur einen oder zwei Tage gültig ist.
  • Klicken Sie in einer Werbemail nicht auf den Link "Werbung abbestellen". Damit übermitteln Sie dem Spammer lediglich, dass die Mailadresse existiert und sie wandert in die teureren Listen mit "geprüften Mailadressen". In der Folge können Sie noch mehr Spam-Mails erwarten.

 

Spam-Mails wieder loswerden

Wenn Sie bereits Opfer von Spam-Mails sind dann hilft nur eines, nämlich die eigene Email-Adresse zu ändern. Sie können diese folgendermaßen langsam ausschleichen lassen: richten Sie sich eine neue Emailadresse wie mail_an@domain.de im Internet und Ihrem Mailprogramm ein. Löschen Sie in Ihrem Mailprogramm die alte Emailadresse. Leiten Sie zunächst für einige Zeit Ihre Mails von info@domain.de an mail_an@domain.de um.

Immer, wenn Sie auf eine Mail antworten, sieht Ihr Kontaktpartner Ihre neue Email-Adresse. Weisen Sie alle Kontakte auf Ihre neue Emailadresse hin und legen Sie die Umleitung irgendwann stil. Das alte Postfach sollten Sie noch eine Weile, z.B. per Webmail, kontrollieren. Dieser Prozeß dauert je nach Größe Ihres Adressbuchs einen bis 6 Monate. Der Autor ist gerade dabei und voller Hoffnung, bald wieder mit weniger Spam-Mails versorgt zu werden.

Software gegen SPAM-Mails

Es gibt eine Reihe von Programmen, die Spam-Mails auf Ihrem PC entdecken und aussortieren. Microsoft empfiehlt für Outlook und Outlook Express das kostenlose Programm SPAMfighter. Eine kostenlose Version können Sie hier herunterladen und ausprobieren:

Weitere Infos zu dem Thema finden Sie auch in diesem Artikelverzeichnis.

 

Autor: M. Plank


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