Unternehmensfinanzierung: Das Darlehen einer Geschäftsbank
Das Darlehen einer Geschäftsbank ist eine mittel- bis langfristige Form der Fremdfinanzierung. Meist beträgt die Laufzeit zwischen vier und zehn Jahren – vereinzelt kann es aber auch Abweichungen hiervon geben. Die Laufzeit wird beim Darlehen festgelegt und lässt sich nur sehr schwer verändern; in einigen Fällen auch gar nicht. Damit ist das Darlehen wenig flexibel und nicht für das kurzzeitige Stopfen von Finanzlöchern geeignet.
Das Darlehen einer Geschäftsbank ist bei kleineren Beträgen unter 10.000 Euro oft keine brauchbare Lösung. Der Aufwand für die Bearbeitung ist den meisten Kreditinstituten zu hoch und aus diesem Grunde wird eine solche Mikrofinanzierung von Geschäftsbanken so gut wie nie angeboten.
Das Darlehen einer Geschäftsbank kommt sowohl bei einer Existenzgründung als auch für ein bestehendes Unternehmen in Frage; allerdings ist das Vorliegen von Eigenkapital oder Sicherheiten meist notwendig. Wie hoch dies sein muss, kann nur im individuellen Fall von Ihrer Bank beurteilt werden. Wenn ein bestehendes Unternehmen beispielsweise angemessene Gewinne erwirtschaftet, kann eine Bank im Ausnahmefall auf Sicherheiten oder Eigenkapital verzichten. Wenn ein Vorhaben mit hohem Risiko verbunden ist, wird die Bank vielleicht sogar eine vollständige Besicherung des Darlehensbetrages verlangen.
Geschäftsbanken sind privatwirtschaftliche Organisationen, wie z.B. die Commerzbank, die Sparkassen, die Volks- und Raiffeisenbanken, die Deutsche Bank und andere. Dementsprechend ist deren Ziel das erwirtschaften von Gewinnen. Es liegt also im Interesse der Geschäftsbank, Tilgungen und Zinsen für ein Darlehen vom Darlehensnehmer zu bekommen. Je sicherer die Zahlung von Zinsen, Tilgungen und Gebühren aus Sicht der Bank ist, desto besser. Um die Erfolgsaussichten eines Vorhabens unter Beweis zu stellen, müssen bei der Bank deshalb einige Unterlagen vorgelegt werden. Dazu gehört immer ein Businessplan und Gründer oder bestehnde Unternehmen müssen dem Einholen von Daten von einer Auskunftei zustimmen. Wenn es sich um ein bestehendes Unternehmen handelt, das ein Darlehen einer Geschäftsbank in Angriff nehmen will, so muss dieses Unternehmen auch die Daten aus den letzten drei Geschäftsjahren vorlegen. Wer eine Existenzgründung finanzieren will, hat in der Regel keine Vergangenheitsdaten vorzuweisen; deshalb ist dies auch nicht erforderlich.
Die Bank prüft eingehend, inwieweit ein Vorhaben durch ein Darlehen unterstützt werden kann. Diese Prüfung ist vorgeschrieben und wird nicht vom Ansprechpartner des Kreditnehmers bei der Bank durchgeführt. Vielmehr prüfen Spezialisten hinter den Kulissen nur mit Hilfe des Businessplanes und anderer Unterlagen, ob ein Darlehenswunsch bewilligt wird oder nicht. Wer etwa einen mangelhaften Businessplan einreicht, hat deshalb bei Banken keine Chance. Die Ablehnungsquoten sind verhältnismäßig hoch – deshalb sind eine gute Vorbereitung und ein guter Businessplan zwingend notwendig. Bei den Vorbereitungen helfen Bücher, Seminare oder Coachings, mit deren Hilfe die Erfolgschancen erheblich gesteigert werden können. Wer sich gut vorbereitet und ein interessantes Vorhaben zu bieten hat, kann dagegen auf gute Aussichten hoffen.
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